Exilschwabe
Peak District
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Lob an eine irische Billigfluglinie

Immer mal wieder gehen wir bei den diversen Billigfliegern auf Schnäppchenjagd. Dieses Mal sollte es ein verlängertes Wochenende um den 25. September werden, das Reiseziel war zweitrangig. Eine irische Billigfluglinie machte mit 24€ für 2 Personen, hin und zurück, ein Angebot, das wir nicht ablehnen konnten. Also saßen wir am Abend des 24. September im Flieger Richtung Manchester und anschließend auf Paul's Sofa um den Rest der Reise zu planen.

Der 1. Tag

Nachdem wir am Vorabend sicher gelandet und schon fast routiniert mit dem Mietwagen die falsche Straßenseiten unsicher gemacht hatten, beschlossen wir, am ersten Tag gleich eines der anspruchsvollsten Ziele im Peak District anzusteuern, das Hochmoor zwischen Kinder Scout  und Snake Pass.
Am Ausgangspunkt der Wanderung beim Snake Inn mussten wir dann allerdings feststellen, dass unser Navi nicht nur die landschaftlich uninteressanteste, dafür aber kreisverkehrreichste Route durch Sheffield für die Anreise ausgesucht hatte, sondern nun auch die eigentlich anvisierten 12 Geocaches mit der Terrain-Wertung 4-5 nicht finden konnte, weil die Koordinaten (wahrscheinlich auf irgendeinem Kreisverkehr in Sheffield) verloren gegangen waren.
Also rafften wir uns tapfer auf, vom Snake Inn aus die beiden nächstgelegenen Caches um den Blackden Brook anzugehen. Schnell wurden die Pfade enger, die Anstiege steiler und der Ausblick spektakulärer. Bizarre Felsnasen begrüßten uns. Seltsame Vögel, die nur in den britischen Hochmooren zuhause sind (Red Grouse - Schottisches Moorschneehuhn) schnarrten verärgert. Ansonsten nur Stille.



Der Pfad

Such die Banane

Versteinerte Nasenbären

Ein Stück Schweizer Käse

Ein Stück Himmel

Ein Stück Felsnasenbär

Der 2. Tag

Nach den Strapazen des ersten Tages ging es am 2. Tag ins Stanton Moor. Schön flach, schön Sonne, schön alles. Unterwegs begegneten wir noch einer Invasionsarmee and Morris Dancers, schön schräg. Irgendwie erinnerte uns das an die Bücher von Terry Pratchett, auch schräg.
Anschließend standen in der Nähe von Birchover ein paar völlig zerfurchte Felsen in der Landschaft, auf die wir unbedingt hochklettern mussten. Und wieder runter und wieder hoch, so lange bis der Cache gefunden war. Um uns rum kraxelten jede Menge Boulder-Fans, die sich ihre eigene Matte mitgebracht hatten. Wer muss denn noch Matten mitbringen, wenn Plastikschüsseln schon da liegen? Sehr schräg.


Der 3. Tag und das 1. Mal

Jetzt kam die Sonne richtig raus und es ging in die Gegend von Castleton, wo der dunkle Gritstone aus der Nordhälfte des Peak District, sich mit dem Lymestone aus der Südhälfte trifft. Und heute war Paul mit dabei. Es war sein erstes Mal. Hatte er uns vorher schon für Spinner mit GPS-Ausrüstung gehalten, hielt er uns jetzt für komplett durchgeknallte Tupperdosen-Fetischisten. Wir erwanderten jedenfalls 19 Geocaches auf einem Rundkurs von ca. 11km (Luftlinie). Paul fand sogar ziemlich viele dieser Dosen höchstpersönlich. Außerdem begegneten wir 2 anderen Cacher-Teams auf der Strecke, was dazu führte, dass Paul anfing, sich richtig Sorgen um die psychische Ausgeglichenheit seiner Mitmenschen zu machen.


2 Spinner

1 Spinner und 1 Ex-Muggel

1 Landschaft voller Tupperdosen

Der Tag danach

Der große Schmock hatte wie immer die falschen Lottozahlen getippt und deshalb ging es am 4. Tag schon wieder nach Hause. Zum Glück wurde das Wetter schlechter, wir hätten sonst den Absprung vielleicht nicht geschafft. Bis zum nächsten Mal...