Ab ins Schottenland
Blümchenmuster
Beim Frühstück im Hotel am Flughafen (nach der Spätankunft am Vorabend) lag das Messer noch auf der richtigen Seite, also alles ganz entspannt. Dann gings zur Autovermietung und da war es wieder, das Grinsen beim Anblick des gemieteten Rechtslenkers. Und von da ab spielte sich das Leben wieder mal auf der falschen Seite ab. Die Straßen in Schottland sind allerdings im Vergleich zu Irland wesentlich besser ausgebaut und beschildert, so dass wir ohne größere Umwege auskamen und auf der Fahr nach Fort William sogar schon die ersten Geocaches loggen konnten.
Als wir dann beim vorab übers Internet bestellten B&B ankamen, erwartete uns ein Fragezeichen. Offensichtlich hatte die Dame des Hauses unsere Bestätigungsemail übersehen und jetzt kein Zimmer für uns frei, und das in der Hauptsaison. Die Touristeninfo im Ort organisierte uns schnell ein alternatives Quartier, das sich sogar als die bessere Alternative herausstellte, mit großem Bad und kostenlosem WiFi. Selbst die obligatorische Blümchentapete passte dort rein.
Abends haben wir dann noch ein paar Caches geloggt, zum Üben sozusagen.
Auf der Suche nach dem Monster
Grinsen bis der Sonnenbrand kommt
Wir hatten es in 3 Irland-Urlauben nicht geschafft, den vielbesungenen brittanischen Regen zu erleben und waren jetzt sogar fast froh, dass sich der Sonnenbrand unter der Regenjacke etwas beruhigen konnte. Wir fuhren Richtung Süden nach Oban und besichtigten dort die Whisky-Destille. Wir lernten, wie der Alkohol in die Flasche kommt und dass auch die beim Maischen entstehenden Abfallprodukte noch zu Viehfutterpellets verarbeitet werden. Aha, muss einem dummen Menschen ja gesagt sein.
Anschließend klarte das Wetter auf und es ging auf einer Nebenstrecke zurück Richtung Fort William. Der Single Track führte kurvenreich (Yee-haaah!) an einem Flüßchen entlang, bis wir an einem offensichtlich tot auf der Wiese liegenden Schaf vorbeikamen. Da Mund-zu-Mund-Beatmung zur Wiederbelebung hier nicht in Frage kam, entschlossen wir uns kurzfristig, es mit Hupen zu versuchen. Es wirkte sofort und das Schaf blickte ziemlich zerzaust in die Gegend. Ob es wohl etwas zuviel von den Whisky-Pellets genascht hatte? Wir werden es nie erfahren, denn schon erwartete uns die nächste Überraschung: mitten auf der Straße hatte es sich eine Gruppe Highland Cattle gemütlich gemacht und zeigte nicht sonderlich viel Motivation den Weg frei zu machen. Erst als wir dem Leitbullen erklärten, dass er sich mal einen anderen Frisör suchen sollte, machte er sich mit seiner kleinen Herde beleidigt davon. Unser Kommentar war wohl nicht so doll für sein Selbstbewußtsein.
